Hydralazin
ATC-Code C02DB02
Auch bekannt als: Hydralazine, Hidralazin
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Hydralazin (INN: hydralazine)
- ATC-Code
- C02DB02
- Zulassung
- national zugelassen; in der EU keine zentrale Zulassung
- Stand der Information
- 2026-10-29
Das Wichtigste in Kürze
Hydralazin ist ein direkt wirkender peripherer Vasodilatator zur Blutdrucksenkung. Laut US-Fachinformation werden die Tabletten zur Behandlung der essenziellen Hypertonie eingesetzt, allein oder als Zusatztherapie.
Anwendung
- Essenzielle Hypertonie, allein oder als Ergänzung zu anderer Therapie
Dosierung
- Beginn mit 10 mg viermal täglich in den ersten 2 bis 4 Tagen, dann 25 mg viermal täglich für den Rest der ersten Woche
- Ab der zweiten Woche: 50 mg viermal täglich; zur Erhaltung die niedrigste wirksame Dosis
- Bei wenigen therapieresistenten Patienten können bis zu 300 mg täglich nötig sein; eine niedrigere Dosis in Kombination mit einem Thiazid, Reserpin oder Betablocker kann erwogen werden
- Toxische Reaktionen, besonders das lupusähnliche (LE-Zell-)Syndrom, treten bei hohen Dosen häufiger auf
- Einnahme mit Nahrung führt zu höheren Plasmaspiegeln
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Hydralazin
- Koronare Herzkrankheit
- Rheumatische Mitralklappenerkrankung
Wichtige Warnhinweise
- Dem systemischen Lupus erythematodes ähnliches Krankheitsbild einschließlich Glomerulonephritis; absetzen, sofern die Therapie nicht unbedingt fortgeführt werden muss
- Myokardiale Stimulation kann Angina-pectoris-Anfälle und EKG-Zeichen einer Ischämie auslösen; Vorsicht bei Verdacht auf koronare Herzkrankheit
- Vorsicht bei fortgeschrittener Nierenschädigung und nach Schlaganfall; orthostatische Hypotonie möglich
- Periphere Neuritis; bei Symptomen Pyridoxin ergänzen
- Blutbild und antinukleäre Antikörper vor und regelmäßig während längerer Therapie; Blutbildveränderungen wurden berichtet
Nebenwirkungen
- Häufig: Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Herzklopfen, Tachykardie, Angina pectoris
- Weniger häufig: Hypotonie, Ödeme, Schwindel, Tremor, periphere Neuritis, verstopfte Nase, Flush
- Blutbildveränderungen, Überempfindlichkeitsreaktionen (Ausschlag, Fieber, Gelenkschmerzen) und selten Hepatitis
Wechselwirkungen
- MAO-Hemmer: mit Vorsicht anwenden
- Stark wirksame parenterale Antihypertensiva wie Diazoxid: ausgeprägte Hypotonie möglich – über mehrere Stunden kontinuierlich überwachen
Schwangerschaft und Stillzeit
- Keine adäquaten, gut kontrollierten Studien bei Schwangeren; nur anwenden, wenn der erwartete Nutzen das mögliche Risiko für den Fetus rechtfertigt
- Geht in die Muttermilch über
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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- Malta
- Hydralazine Remedica
- Norwegen
- Apresolin
- Schweden
- Apresolin
- Spanien
- Hydrapres
- Zypern
- Hydralazine Remedica
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- U.S. Food and Drug Administration. Hydralazine Hydrochloride (Heritage Pharmaceuticals Inc. d/b/a Avet Pharmaceuticals Inc.) – Prescribing Information, 2026-04-03. DailyMed (NLM), 2026-10-29. https://dailymed.nlm.nih.gov/dailymed/lookup.cfm?setid=669532c9-ba15-4f4b-95a8-13782deb3521
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: U.S. Food and Drug Administration (FDA), Prescribing Information, über DailyMed (NLM); gemeinfrei. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.