Gemtuzumab Ozogamicin

Mylotarg · ATC-Code 333

Auch bekannt als: Gemtuzumab ozogamisin

Steckbrief
Wirkstoff
Gemtuzumab Ozogamicin
ATC-Code
333
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
MYLOTARG 5 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Zulassungsinhaber
Pfizer Europe MA EEIG
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Gemtuzumab Ozogamicin (Mylotarg) ist ein gegen CD33 gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat zur Behandlung der neu diagnostizierten CD33-positiven akuten myeloischen Leukämie in Kombination mit Chemotherapie.

Anwendung

  • Kombinationstherapie mit Daunorubicin (DNR) und Cytarabin (AraC) bei Patienten ab 15 Jahren mit unbehandelter De-novo-CD33-positiver AML, ausgenommen akute Promyelozytenleukämie (APL).
  • Nur bei Patienten, die für eine intensive Induktionschemotherapie geeignet sind.

Dosierung

  • Induktion: 3 mg/m2/Dosis (höchstens eine Durchstechflasche zu 5 mg) als 2-stündige Infusion an den Tagen 1, 4 und 7, zusammen mit DNR 60 mg/m2/Tag (Tag 1 bis 3) und AraC 200 mg/m2/Tag (Tag 1 bis 7).
  • Bei einer zweiten Induktion kein Mylotarg, nur DNR und AraC.
  • Konsolidierung nach kompletter Remission: bis zu 2 Zyklen mit Mylotarg 3 mg/m2 am ersten Tag zusätzlich zu DNR und AraC – Einzelheiten siehe Volltext.
  • Prämedikation mit Kortikosteroid, Antihistaminikum und Paracetamol 1 Stunde vor der Gabe; Maßnahmen gegen Hyperurikämie bei Tumorlyse.
  • Dosisänderungen bei Hyperleukozytose, Leber- oder hämatologischer Toxizität siehe Volltext.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Hepatotoxizität einschließlich lebensbedrohlicher venookklusiver Erkrankung (VOD/SOS); Leberwerte vor jeder Dosis kontrollieren; erhöhtes Risiko bei mittelschwerer/schwerer Leberfunktionsstörung und im Zusammenhang mit Stammzelltransplantation.
  • Infusionsbedingte Reaktionen einschließlich Anaphylaxie, auch tödlich.
  • Myelosuppression mit schweren Infektionen und Blutungen; Blutbild vor jeder Dosis.
  • Tumorlysesyndrom, auch tödlich mit akutem Nierenversagen.
  • Bei ungünstiger Zytogenetik ist der Nutzen unsicher.

Nebenwirkungen

  • In der Kombinationsstudie ALFA-0701 klinisch relevante schwerwiegende Nebenwirkungen: VOD/SOS (3,8%), Blutungen (9,9%), schwere Infektionen (41,2%) und Tumorlysesyndrom (1,5%).
  • In Monotherapiestudien zudem infusionsbedingte Reaktionen (2,5%) und Thrombozytopenie (21,7%).

Wechselwirkungen

  • Keine klinischen Wechselwirkungsstudien durchgeführt.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Frauen im gebärfähigen Alter und Partner sollen 2 wirksame Verhütungsmethoden während der Behandlung und mindestens 7 Monate (Frauen) bzw. 4 Monate (Männer) nach der letzten Dosis anwenden.
  • Begrenzte Daten in der Schwangerschaft; Tierstudien zeigen Reproduktionstoxizität.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • MylotargPfizer Europe MA EEIG · EMEA/H/C/004204

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Mylotarg
Liechtenstein
Mylotarg
Norwegen
Mylotarg

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Mylotarg – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/mylotarg-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.