Dicyclomine

ATC-Code A03AA07

Auch bekannt als: Disiklomin

Steckbrief
Wirkstoff
Dicyclomine
ATC-Code
A03AA07
Zulassung
national zugelassen; in der EU keine zentrale Zulassung
Stand der Information
2026-10-29

Das Wichtigste in Kürze

Dicycloverin (Dicyclomin) ist laut US-Fachinformation ein Anticholinergikum/Spasmolytikum zur Behandlung des funktionellen Darmsyndroms bzw. Reizdarmsyndroms.

Anwendung

  • Behandlung von Patienten mit funktionellem Darmsyndrom/Reizdarmsyndrom.

Dosierung

  • Erwachsene: Anfangsdosis 20 mg viermal täglich, Dosis individuell anpassen.
  • Nach einer Woche Steigerung auf 40 mg viermal täglich möglich, sofern Nebenwirkungen dies zulassen.
  • Absetzen, wenn innerhalb von 2 Wochen keine Wirkung eintritt oder Nebenwirkungen Dosen unter 80 mg pro Tag erfordern; für Dosen über 80 mg täglich über mehr als 2 Wochen liegen keine dokumentierten Sicherheitsdaten vor.
  • Vorsicht bei Leber- oder Nierenfunktionsstörung und bei älteren Patienten.

Gegenanzeigen

  • Säuglinge unter 6 Monaten und stillende Mütter.
  • Instabile Kreislaufsituation bei akuter Blutung, Myasthenia gravis, Glaukom, obstruktive Uropathie.
  • Obstruktive Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, schwere Colitis ulcerosa, Refluxösophagitis.

Wichtige Warnhinweise

  • Herz-Kreislauf: Vorsicht bei Tachyarrhythmien (z. B. Thyreotoxikose, Herzinsuffizienz), koronarer Herzkrankheit und Hypertonie.
  • Anticholinerge Wirkungen wie Mundtrockenheit, Pupillenerweiterung, Akkommodationsstörung; bei hoher Umgebungstemperatur Hitzschlag durch vermindertes Schwitzen möglich.
  • Zentralnervöse Effekte bis hin zu Delir; Schläfrigkeit, Schwindel und verschwommenes Sehen können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.
  • Durchfall kann ein Frühsymptom einer unvollständigen Darmobstruktion sein; bei Colitis ulcerosa Gefahr von paralytischem Ileus und toxischem Megakolon.
  • Vorsicht bei Prostatavergrößerung (Harnverhalt).

Nebenwirkungen

  • In kontrollierten Studien (40 mg viermal täglich): Schwindel 40 %, Mundtrockenheit 33 %, verschwommenes Sehen 27 %, Übelkeit 14 %, Schläfrigkeit 9 %, Asthenie 7 %.
  • Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen betreffen Herz-Kreislauf und Zentralnervensystem (z. B. Tachyarrhythmien, Delir, Halluzinationen).
  • Nach Markteinführung u. a.: Herzklopfen, Obstipation, Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum anaphylaktischen Schock, unterdrückte Laktation.

Wechselwirkungen

  • Andere anticholinerg wirkende Mittel (z. B. Amantadin, Antihistaminika, Phenothiazine, trizyklische Antidepressiva) können Wirkungen und Nebenwirkungen verstärken.
  • Antagonisiert Glaukommittel und Mittel, die die Darmmotilität verändern, wie Metoclopramid.
  • Antazida können die Aufnahme beeinträchtigen; gleichzeitige Einnahme vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Epidemiologische Studien zeigten kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko bei Dosen bis 40 mg/Tag; Studien mit den empfohlenen Dosen fehlen.
  • In der Stillzeit kontraindiziert, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Trigan-Sp

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Quellen

  1. U.S. Food and Drug Administration. Dicyclomine Hydrochloride (Lannett Company, LLC) – Prescribing Information, 2026-08-06. DailyMed (NLM), 2026-10-29. https://dailymed.nlm.nih.gov/dailymed/lookup.cfm?setid=bd2cba10-70ec-4d1f-b46c-53d1de2ee130

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: U.S. Food and Drug Administration (FDA), Prescribing Information, über DailyMed (NLM); gemeinfrei. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.