Atovaquon

ATC-Code P01AX06

Auch bekannt als: Atovaquone, Atovakon

Steckbrief
Wirkstoff
Atovaquon (INN: atovaquone)
Wirkstoffgruppe
Antiprotozoikum
ATC-Code
P01AX06
Zulassung
national zugelassen; in der EU keine zentrale Zulassung
Stand der Information
2026-10-29

Das Wichtigste in Kürze

Atovaquon ist ein Antiprotozoenmittel. Laut US-Fachinformation wird die Suspension zum Einnehmen (MEPRON) zur Vorbeugung und Behandlung der Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie eingesetzt.

Anwendung

  • Vorbeugung der Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie (PCP) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahren, die Trimethoprim-Sulfamethoxazol (TMP-SMX) nicht vertragen
  • Akute orale Behandlung einer leichten bis mittelschweren PCP bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahren, die TMP-SMX nicht vertragen
  • Schwerere PCP-Episoden und Versagen unter TMP-SMX wurden nicht untersucht

Dosierung

  • Vorbeugung: 1.500 mg (10 ml) einmal täglich mit einer Mahlzeit
  • Behandlung: 750 mg (5 ml) zweimal täglich (Tagesdosis 1.500 mg) mit einer Mahlzeit über 21 Tage
  • Immer mit Nahrung einnehmen, da sonst die Plasmaspiegel zu niedrig sein können; Flasche vor Gebrauch leicht schütteln

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Atovaquon oder einen Bestandteil von MEPRON (aktuell oder in der Vorgeschichte)

Wichtige Warnhinweise

  • Begrenzte Resorption: ohne Nahrung niedrigere Spiegel und möglicherweise schlechteres Ansprechen; bei Schwierigkeiten mit der Einnahme zu Mahlzeiten oder bei Magen-Darm-Erkrankungen andere Mittel erwägen
  • Lebertoxizität: cholestatische Hepatitis, erhöhte Leberenzyme und tödliches Leberversagen wurden berichtet; bei schwerer Leberfunktionsstörung engmaschig überwachen
  • Schwere Hautreaktionen (SJS, DRESS, Erythema multiforme), lebensbedrohlich oder tödlich möglich; sofort absetzen, keine erneute Gabe

Nebenwirkungen

  • Behandlungsstudie (Tabletten): Hautausschlag 23 %, Übelkeit 21 %, Durchfall 19 %, Kopfschmerzen 16 %, Erbrechen 14 %, Fieber 14 %, Schlaflosigkeit 10 %
  • Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Durchfall, Erbrechen) in der Vorbeugungsstudie häufiger als unter Dapson
  • Schwerwiegend: Lebertoxizität und schwere Hautreaktionen

Wechselwirkungen

  • Rifampicin oder Rifabutin: senken die Atovaquon-Spiegel; Kombination nicht empfohlen
  • Tetrazyklin: niedrigere Atovaquon-Spiegel; Vorsicht und auf Wirkverlust achten
  • Metoclopramid: kann die Bioverfügbarkeit senken; nur wenn keine anderen Antiemetika verfügbar sind
  • Indinavir: niedrigere Talspiegel von Indinavir; Vorsicht

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Daten aus der Anwendung bei Schwangeren reichen nicht aus, um ein arzneimittelbedingtes Risiko zu bestimmen
  • Keine Daten zum Übergang in die Muttermilch; bei HIV-1-Infektion besteht beim Stillen das Risiko einer HIV-1-Übertragung

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Für Patientinnen und Patienten

Patienteninformation (USA, englisch)

Für dieses Präparat gibt es keine eigene US-Patienteninformation.

Zulassung und Handelsnamen nach Land

Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.

Deutschland

  • Atovaquon GlenmarkGlenmark Arzneimittel Gmbh · 1 Registereintrag
  • WellvoneGlaxosmithkline Gmbh & Co. Kg · 1 Registereintrag

Quelle: EMA – Article 57 product data (EU/EEA), Stand 2026-10-29

USA

  • MepronGlaxoSmithKline LLC · 1 Registereintrag

Quelle: U.S. FDA – Drug labels (openFDA/DailyMed), Stand 2026-10-29

Handelsnamen in 11 weiteren europäischen Ländern
Belgien
Wellvone
Dänemark
Atovaquone Glenmark
Frankreich
Atovaquone Biogaran, Wellvone
Griechenland
Atovaquone Vocate, Wellvone
Italien
Atovaquone Glenmark, Wellvone
Luxemburg
Wellvone
Niederlande
Atovaquon Glenmark, Wellvone
Norwegen
Atovaquone Glenmark
Portugal
Atovaquona Kabi, Wellvone
Schweden
Atovaquone Glenmark, Wellvone
Spanien
Atovacuona Glenmark, Wellvone

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. U.S. Food and Drug Administration. MEPRON (GlaxoSmithKline LLC) – Prescribing Information, 2026-03-20. DailyMed (NLM), 2026-10-29. https://dailymed.nlm.nih.gov/dailymed/lookup.cfm?setid=b426b6bf-f07e-4580-97ae-dfca1ddf5b8f
  2. EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/en/human-regulatory-overview/post-authorisation/data-medicines-iso-idmp-standards-post-authorisation/public-data-article-57-database
  3. U.S. FDA – Drug labels (openFDA/DailyMed), 2026-10-29. https://dailymed.nlm.nih.gov/dailymed/
  4. Wikidata (CC0): ATC P01AX.

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: U.S. Food and Drug Administration (FDA), Prescribing Information, über DailyMed (NLM); gemeinfrei. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.