Aficamten
Myqorzo · ATC-Code 3553
Auch bekannt als: Afikamten
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Aficamten
- ATC-Code
- 3553
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- MYQORZO 5 mg Filmtabletten / MYQORZO 10 mg Filmtabletten / MYQORZO 15 mg Filmtabletten
- Zulassungsinhaber
- Cytokinetics (Ireland) Limited
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Aficamten ist ein kardialer Myosin-Inhibitor, der die Kontraktilität des Herzens verringert. Es wird bei Erwachsenen mit symptomatischer obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie eingesetzt.
Anwendung
- Behandlung der symptomatischen (NYHA-Klasse II–III) obstruktiven hypertrophen Kardiomyopathie (oHCM) bei Erwachsenen.
Dosierung
- Myqorzo (Filmtabletten): Anfangsdosis 5 mg einmal täglich; bei einem LVOT-Gradienten ≥ 100 mmHg ist eine Anfangsdosis von 10 mg zu erwägen.
- Steigerung alle 2 bis 8 Wochen um 5 mg bis zur Erhaltungsdosis oder zur Höchstdosis von 20 mg einmal täglich; die Erhaltungsdosis richtet sich nach LVEF und Valsalva-LVOT-Gradient.
- Vor Beginn LVEF per Echokardiographie bestimmen; Beginn oder Steigerung bei LVEF < 55 % nicht empfohlen. Bei LVEF < 50 % Dosis reduzieren, bei LVEF < 40 % Behandlung für mindestens 7 Tage unterbrechen.
- Nach Erreichen der Erhaltungsdosis Kontrolle von LVEF und LVOT-Gradient alle 6 Monate (bei LVEF ≥ 50 % bis < 55 % alle 3 Monate).
- Leichte bis mäßige Nieren- oder Leberfunktionsstörung: keine Anpassung; bei schwerer Einschränkung keine Dosisempfehlung (nicht untersucht). Für Patienten ab 65 Jahren keine Anpassung.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Mäßige CYP2C9-Hemmer, die zugleich mäßige bis starke CYP2D6- oder CYP3A-Hemmer sind (z. B. Adagrasib, mehr als eine Einzeldosis Fluconazol).
- Starke CYP3A4-Induktoren, die zugleich mäßige CYP2C9-Induktoren sind: Rifampicin und Johanniskraut.
Wichtige Warnhinweise
- Aficamten senkt die LVEF; eine Herzinsuffizienz infolge systolischer Dysfunktion kann auftreten. Klinischer Status und LVEF sind vor und regelmäßig während der Behandlung zu prüfen.
- Schwere Begleiterkrankungen (z. B. schwere Infektion) oder neue Arrhythmien (z. B. Vorhofflimmern) erhöhen das Risiko; zusätzliche Überwachung ist zu erwägen.
- Arrhythmie, Atemnot, Brustschmerz, Müdigkeit, Beinödeme oder ein NT-proBNP-Anstieg können auf eine Herzinsuffizienz hinweisen.
- Arzneimittel, die mehrere Abbauwege hemmen (z. B. Fluconazol, Voriconazol, Fluvoxamin) oder starke CYP2C9-Hemmer, können die Spiegel erhöhen.
- Nach dem Absetzen können HCM-Symptome wiederkehren; eine schrittweise Dosisreduktion kann dies abschwächen.
Nebenwirkungen
- Am häufigsten berichtet: Schwindel (4,2 %), systolische Dysfunktion mit LVEF < 50 % (3,5 %), Herzklopfen (7 %) und Bluthochdruck (7,7 %).
Wechselwirkungen
- Neu begonnene oder erhöhte negativ inotrope Arzneimittel (z. B. Nicht-Dihydropyridin-Calciumkanalblocker, Disopyramid): engmaschige Überwachung der LVEF.
- Aficamten wird hauptsächlich über CYP2C9, in geringerem Maß über CYP2D6 und CYP3A abgebaut; Hemmer und Induktoren dieser Enzyme können die Exposition verändern – siehe Volltext.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung wirksam verhüten.
- In der Schwangerschaft nicht anwenden, es sei denn, der klinische Zustand der Frau erfordert eine Behandlung mit Aficamten.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- MyqorzoCytokinetics (Ireland) Limited · EMEA/H/C/006228
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
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Quellen
- European Medicines Agency. Myqorzo – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/myqorzo-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.