Thromboseprophylaxe in Orthopädie und Traumatologie: Österreichischer Konsensus 2026
AT-Konsensus · 2026 · Österreich
Quelle und Lizenz
- Autorinnen und Autoren
- Michael Humenberger, Sibylle Langenecker, Anna Antoni et al.
- Titel
- Thromboseprophylaxe in Orthopädie und Traumatologie: Österreichischer Konsensus 2026
- Zeitschrift
- Wiener Klinische Wochenschrift, 2026
- Lizenz
- CC BY 4.0
- Änderungen
- Auszüge im Originalwortlaut, Formatierung angepasst
Volltext abgerufen am 2026-10-27 aus Europe PMC · PMC13481471
Lizenzhinweis der Originalpublikation
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Empfehlungen
Im Originalwortlaut, mit Empfehlungsgrad oder Konsensstärke, soweit angegeben.
Medikamentöse VTE-Prophylaxe nach Hüft- und Knieendoprothetik im Fast-Track-Konzept
- In dieser Indikation gibt es in den Europäischen Guidelines zur Kombination mit Fast-Track starke Empfehlungen: LMWH (GRADE 1B), DOAK (GRADE 1B) oder ASS [14] (GRADE 1C). Während LMWH und DOAK auch ohne Kombination mit Fast-Track stark empfohlen werden, ist für ASS zur VTE-Prophylaxe nach Knie- oder Hüftendoprothetik die Kombination mit einer sorgfältigen Fast-Track-Behandlung erforderlich [14].
Zusammenfassung
Venöse Thromboembolien (VTE), eine Krankheitsentität die tiefe Venenthrombosen (TVT) und/oder Lungenembolien (PE) umfasst, gehören in der Orthopädie und Traumatologie zu den häufigsten und potenziell lebensbedrohlichen Komplikationen [1]. Die bislang gültige österreichische Empfehlung zur VTE-Prophylaxe bei muskuloskeletalen Eingriffen aus dem Jahr 2014 [2] bildet die aktuellen evidenzbasierten pharmakologischen und nichtpharmakologischen Strategien nicht mehr adäquat ab. Aktuelle internationale interdisziplinäre Leitlinien zur VTE-Prophylaxe wie von der European Society of Anaesthesiology and Intensive Care (ESAIC) [3] und der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlich-medizinischer Fachgesellschaften (AWMF) [4] wurden daher unter Berücksichtigung österreichischer Versorgungsstrukturen adaptiert. Insbesondere fehlen bislang klar definierte Kriterien für ein funktionelles Frühmobilisationskonzept im Sinne eines Fast-Track-Programms sowie strukturierte Empfehlungen zur VTE-Prophylaxe bei konservativen orthopädisch-traumatologischen Behandlungen. Zur Erarbeitung praxisorientierter, evidenzbasierter Empfehlungen wurde eine interdisziplinäre Konsensusgruppe aus Vertreter:innen der für dieses Thema relevanten österreichischen Fachgesellschaften einberufen. Das Ziel war, strukturiertere, risikoadaptierte Handlungsempfehlungen unter Berücksichtigung der österreichischen Versorgungsrealität zu formulieren.
Inhalt der Originalpublikation
Die Kapitelüberschriften des Originals.
- Methodik
- Pathophysiologie
- Risikostratifizierung
- Patientenspezifische VTE-Risikofaktoren
- Eingriffsspezifische VTE-Risikofaktoren
- Blutungsrisiko
- Medikamentöse VTE-Prophylaxe
- Substanzen
- Monitoring der medikamentösen VTE-Prophylaxe
- Durchführung der medikamentösen VTE-Prophylaxe
- Nichtmedikamentöse (mechanische) VTE-Prophylaxe
- Medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe (MTPS)
- Intermittierende pneumatische Kompression (IPK)
- Frühmobilisation
- Fast-Track-Konzept
- Vena-cava-inferior-Filter
- Spezielle Patient:innengruppen
- Hüftgelenknahe Frakturen
- Konservative Therapie (z. B. Gipsruhigstellung)
- Patient:innen mit vorbestehender gerinnungshemmender Therapie
- Operationen und Verletzungen der oberen Extremität
- Patient:inneninformation
- Fazit und Ausblick
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