Schmerztherapie in der Schwangerschaft
interdisciplinary expert consensus · 2021 · Deutschland
Quelle und Lizenz
- Autorinnen und Autoren
- Daniela Marhofer, Wolfgang Jaksch, Thomas Aigmüller et al.
- Titel
- Schmerztherapie in der Schwangerschaft
- Zeitschrift
- Schmerz (Berlin, Germany), 2021
- Lizenz
- CC BY 4.0
- Änderungen
- Auszüge im Originalwortlaut, Formatierung angepasst
Volltext abgerufen am 2026-10-27 aus Europe PMC · PMC8613155
Lizenzhinweis der Originalpublikation
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Empfehlungen
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Zusammenfassung
Hintergrund: Schwangerschaft und Schmerzen unterschiedlicher Herkunft sind eine ungünstige Kombination, die alle BehandlerInnen vor besondere Herausforderungen stellt. Schmerzen beeinflussen die Homöostase des Menschen negativ. Compliance der Patientin und fundiertes Wissen über Fetotoxizität und Teratogenität von Analgetika sind nötig, um die Balance zwischen Therapie der Mutter und Sicherheit des Ungeborenen zu wahren.
Ziel der Arbeit: ExpertInnen verschiedener Disziplinen, die mit der Betreuung von schwangeren Schmerzpatientinnen betraut sind, haben sich zusammengeschlossen, um medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapiekonzepte zu erstellen, mit dem Ziel, eine suffiziente Analgesie von schwangeren Schmerzpatientinnen zu ermöglichen.
Material und Methode: Relevante Fragestellungen wurden durch ExpertInnen formuliert und einer Literatursuche unterzogen. Kombiniert mit weiteren nationalen und internationalen Empfehlungen wurden Behandlungskonzepte entwickelt, interdisziplinär diskutiert und im Anschluss Kernaussagen erstellt, die mit Empfehlungsgraden abgestuft wurden.
Ergebnisse: Abhängig vom Trimenon können bei Schmerzen Paracetamol, Ibuprofen, Diclofenac, Metamizol und Opioide wohlüberlegt verabreicht werden, besondere Vorsicht ist bei nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) im letzten Trimenon geboten. COX-2-Hemmer werden nicht empfohlen. Bei neuropathischen Schmerzen gelten Amitriptylin, Duloxetin, Venlafaxin als sicher. Bei starker Migräne kann Sumatriptan zum Einsatz kommen. Nichtmedikamentöse Therapien wie transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS-Therapie), Kinesio-Tapes und Akupunktur gelten als sicher. Lymphdrainagen werden bei Ödemen empfohlen, sofern sie nicht durch eine Präeklampsie bedingt sind.
Schlussfolgerung: Die Therapie sollte mit einer nichtmedikamentösen Behandlung beginnen und eskalierend in einer Kombination aus medikamentösen und nichtmedikamentösen Konzepten enden.
Inhalt der Originalpublikation
Die Kapitelüberschriften des Originals.
- Hintergrund
- Ziel der Arbeit
- Methodik
- Überblick über Therapieoptionen
- Medikamentöse Therapieoptionen
- Co-Analgetika zur Therapie neuropathischer Schmerzen
- Nichtmedikamentöse Therapieoptionen
- Fazit für die Praxis
- Contributor Information
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