S1‐Leitlinie Tinea capitis
Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) · 2026 · Deutschland
Quelle und Lizenz
- Autorinnen und Autoren
- Peter Mayser, Dietrich Abeck, Philipp P Bosshard et al.
- Titel
- S1‐Leitlinie Tinea capitis
- Zeitschrift
- Journal Der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 2026
- Lizenz
- CC BY 4.0
- Änderungen
- Auszüge im Originalwortlaut, Formatierung angepasst
Volltext abgerufen am 2026-10-27 aus Europe PMC · PMC13636113
Lizenzhinweis der Originalpublikation
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Zusammenfassung
Die unter Federführung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e. V. (DDG) erstellte S1‐Leitlinie soll Ärzten eine strukturierte Entscheidungsgrundlage für die Versorgung von Patienten mit Tinea capitis bieten und zur Verbesserung der Diagnosesicherheit, Therapieadhärenz und Prävention beitragen.
Die Tinea capitis ist eine durch Dermatophyten verursachte Infektion der behaarten Kopfhaut, die überwiegend im Kindesalter auftritt und weltweit eine häufige dermatologische Erkrankung darstellt. In den letzten Jahren ist in Europa, begünstigt durch Migration, Tourismus und sozioökonomische Faktoren, ein verändertes Spektrum der auslösenden Dermatophyten zu beobachten, insbesondere durch eine Zunahme anthropophiler Erreger wie Trichophyton tonsurans und Trichophyton violaceum.
Therapeutisch ist eine Kombination aus systemischer und lokaler antimykotischer Behandlung angezeigt, eine alleinige topische Therapie ist in der Regel nicht ausreichend. Die Wahl des systemischen Antimykotikums richtet sich bei Kindern primär nach dem Erregerspektrum, wobei Trichophyton‐Infektionen bevorzugt mit Terbinafin (off‐label) und Microsporum/Nannizzia‐Infektionen mit Itraconazol (off‐label) oder Griseofulvin behandelt werden sollten. Bei erwachsenen Patienten ist das Mittel der ersten Wahl erregerunabhängig Terbinafin.
Darüber hinaus adressiert die Leitlinie Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektionsketten, einschließlich der Mitbehandlung asymptomatischer Kontaktpersonen, hygienischer Maßnahmen sowie des Managements bei Ausbruchsgeschehen in Gemeinschaftseinrichtungen.
Inhalt der Originalpublikation
Die Kapitelüberschriften des Originals.
- EINLEITUNG
- Definition
- Erreger und Übertragung
- Befallsmuster und Klinik
- Mikrosporie
- Favus (Erbgrind)
- Differenzialdiagnose
- DIAGNOSTIK
- Materialgewinnung
- Mikroskopie und Erregerbestimmung
- Molekulare Methoden zum Erregernachweis bei TC
- Histologie
- Dermatoskopie/Trichoskopie
- Resistenztestung
- THERAPIE
- Behandlungsbeginn
- Topische Therapie
- Systemische Therapie
- Ursachen des unbefriedigenden Ansprechens bei Kindern
- Behandlungsstrategie bei Vorliegen einer TC und Follow‐Up 1 , 2 , 3 , 123
- Zusätzliche Maßnahmen
- Screening innerhalb der Familie
- Vorgehen bei epidemischem Auftreten/Meldepflicht
- Behandlung kontaminierter Gegenstände und des Inventars
- Einsatz von Glukokortikoiden
- Therapieversagen
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