Positionspapier der Österreichische Alzheimer Gesellschaft (ÖAG)

Neuropsychiatrie : Klinik, Diagnostik, T… · 2020 · Österreich

Quelle und Lizenz

Autorinnen und Autoren
Michaela Defrancesco, Christian Bancher, Peter Dal-Bianco et al.
Titel
Positionspapier der Österreichische Alzheimer Gesellschaft (ÖAG)
Zeitschrift
Neuropsychiatrie, 2020
Lizenz
CC BY 4.0
Änderungen
Auszüge im Originalwortlaut, Formatierung angepasst

Volltext abgerufen am 2026-10-27 aus Europe PMC · PMC7594989

Lizenzhinweis der Originalpublikation

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Empfehlungen

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Zusammenfassung

Ältere Menschen sind durch die COVID-19 Pandemie besonders betroffen. Die meisten der Verstorbenen sind ältere Erwachsene, von denen ein Großteil vorbestehende Gesundheitsprobleme hatten. Weltweit leiden mehr als 50 Mio. – in Österreich etwa 140.000 Menschen an Demenz. Demenz hat sich in einer alternden Gesellschaft zu einer Pandemie entwickelt. Der Doppelschlag von Demenz- und COVID-19-Pandemien hat bei diesen Menschen und deren Angehörigen große Besorgnis ausgelöst. Die Covid-19-Pandemie stellt Patienten mit Demenz und deren Angehörige vor große Herausforderungen: 1. durch begrenzten Zugang zu genauen Informationen über die COVID-19-Pandemie, Schwierigkeiten, sich an Schutzverfahren, wie das Tragen von Masken, zu erinnern oder die ihnen zur Verfügung gestellten Informationen zu verstehen. 2. Demenzpatienten leben allein oder mit ihrem Ehepartner, ihren Bezugspersonen zu Hause oder in Pflegeheimen. Um die Ansteckungsgefahr in Pflegeheimen zu verringern, wurden Besuche in Pflegeheimen und Langzeitpflegeeinrichtungen verboten. Sozialdistanzierende Maßnahmen sind flächendeckend eingesetzt worden. Folglich verloren ältere Bewohner den persönlichen Kontakt zu ihren Familienmitgliedern und wurden sozial isoliert. Auch Gruppenaktivitäten in Pflegeheimen wurden verboten. Es wurde beobachtet, dass unter dem doppelten Stress der Angst vor Infektionen und der Sorge um den Zustand der Bewohner das Angstniveau unter dem Personal in den Pflegeheimen im Verlauf der vollständigen Abschottung zunahm und Anzeichen von Erschöpfung und Burnout auftraten. Die Österreichische Alzheimer Gesellschaft (ÖAG), wie auch bereits andere internationale Gesellschaften, möchten mit diesem Artikel aufgrund der akuten COVID-19-Krise Menschen mit Demenz und ihr Betreuungsumfeld unterstützen. Neben dem physischen Schutz vor Virusinfektionen sollten auch Empfehlungen für die psychische Gesundheit und Möglichkeiten der psychosozialen Unterstützung auf verschiedenen Ebenen aufgezeigt werden.

Inhalt der Originalpublikation

Die Kapitelüberschriften des Originals.

  • Einleitung
  • Beginn der Pandemie in Österreich
  • Methodik
  • Ergebnisse und Problemfelder
  • Auswirkung von Krisen auf Menschen mit Demenz
  • Ebene: Versorgung, Betreuung und Pflege
  • Medizinische Ebene
  • Soziale Ebene
  • Kognitive, emotionale und Verhaltensebene
  • Diskussion
  • Stellungnahmen und Empfehlungen der Österreichischen Alzheimer Gesellschaft zur Auswirkung von COVID-19 auf Menschen mit Demenz und deren Betreuungsumfeld
  • Zusammenfassung wesentlicher COVID-19-assoziierter Problemfelder, positiver Auswirkungen und forschungsrelevante Fragestellungen

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