Management der Hyperglykämie in der Schwangerschaft (Update 2026)
ÖDG · 2026 · Österreich
Quelle und Lizenz
- Autorinnen und Autoren
- Alexandra Kautzky-Willer, Yvonne Winhofer, Michael Leutner et al.
- Titel
- Management der Hyperglykämie in der Schwangerschaft (Update 2026)
- Zeitschrift
- Wiener Klinische Wochenschrift, 2026
- Lizenz
- CC BY 4.0
- Änderungen
- Auszüge im Originalwortlaut, Formatierung angepasst
Volltext abgerufen am 2026-10-27 aus Europe PMC · PMC13190780
Lizenzhinweis der Originalpublikation
Open Access This article is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License, which permits use, sharing, adaptation, distribution and reproduction in any medium or format, as long as you give appropriate credit to the original author(s) and the source, provide a link to the Creative Commons licence, and indicate if changes were made. The images or other third party material in this article are included in the article's Creative Commons licence, unless indicated otherwise in a credit line to the material. If material is not included in the article's Creative Commons licence and your intended use is not permitted by statutory regulation or exceeds the permitted use, you will need to obtain permission directly from the copyright holder. To view a copy of this licence, visit http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/.
Diese Seite gibt Auszüge der Originalpublikation wieder; maßgeblich ist das Original. Sie ist nicht ärztlich geprüft, gibt keine Empfehlung von Medelix wieder und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Leitlinie kann inzwischen aktualisiert worden sein.
Originalpublikation öffnen →Volltext bei Europe PMC
Empfehlungen
In dieser Publikation haben wir keine eindeutig gekennzeichneten Empfehlungen gefunden; die Empfehlungen stehen im Fließtext des Originals.
Zusammenfassung
Hyperglykämie in der Schwangerschaft ist mit erhöhter mütterlicher und fetaler Morbidität sowie langfristigen Risiken für Mutter und Kind assoziiert. Unsere aktuelle Leitlinie fasst erstmals Gestationsdiabetes (GDM) und präkonzeptionellen Diabetes in einer gemeinsamen Leitlinie zusammen. Während die Besonderheiten der einzelnen Diabetesformen getrennt dargestellt werden, gelten Empfehlungen zu Lebensstil, Glukosemonitoring und Pharmakotherapie für alle Formen der Hyperglykämie in der Schwangerschaft. Frauen mit in der Frühschwangerschaft diagnostiziertem Diabetes gelten als Schwangere mit manifestem Diabetes, während GDM üblicherweise zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche mittels oGTT diagnostiziert wird, bei Hochrisikopatientinnen auch früher. Eine Neuerung ist die Diskussion eigener Diagnosekriterien für einen frühen GDM. Zentrale Therapieelemente sind Ernährungsberatung, regelmäßige Blutzuckerselbstkontrollen und körperliche Aktivität; bei unzureichender Stoffwechselkontrolle ist Insulin die Therapie der Wahl. Bei präkonzeptionellem Diabetes sind Schwangerschaftsplanung, präkonzeptionelle Stoffwechseloptimierung sowie eine engmaschige Betreuung essenziell. Technische Fortschritte im kontinuierlichen Glukosemonitoring, in der Pumpentherapie und bei AID-Systemen gewinnen auch in der Schwangerschaft zunehmend an Bedeutung. Postpartal wird bei Frauen mit GDM ein oGTT nach 4 bis 12 Wochen empfohlen, bei Normalbefund mit Nachsorgeuntersuchungen alle 1 bis 3 Jahre. Alle Betroffenen sollen über ihr erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen aufgeklärt werden. Stillen wird ausdrücklich empfohlen. Kinder von Müttern mit GDM oder Diabetes sollten aufgrund eines erhöhten Risikos für Adipositas und Entwicklungsauffälligkeiten langfristig nachbetreut werden.
Inhalt der Originalpublikation
Die Kapitelüberschriften des Originals.
- Prävention des GDM und Schwangerschaftsplanung bei erhöhtem Risiko
- GDM-Prävention
- Schwangerschaftsplanung bei vorbestehendem Diabetes, prä- und perikonzeptionelle Betreuung
- Risikoevaluierung und Diagnose des GDM und Diabetes in der Schwangerschaft
- Frühschwangerschaft
- Methodik: diagnostischer 75 g oraler Glukosetoleranztest (oGTT)
- Glukosemanagement bei Hyperglykämie in der Schwangerschaft
- Therapie
- Nachbetreuung der Mutter bei Diabetes in der Schwangerschaft
- Nachbetreuung der Kinder von Müttern mit Hyperglykämie in der Schwangerschaft
Eine Frage zu dieser Leitlinie?
Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien und Studien – jede Aussage mit Quelle.
Du bist Rechteinhaberin oder Rechteinhaber und mit dieser Wiedergabe nicht einverstanden? Schreib uns an contact@medelix.ai – wir nehmen die Seite umgehend offline. Impressum