Konsensusempfehlungen zur Diagnose und Therapie der Hyponatriämie der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie 2024
ÖGN · 2024 · Österreich
Quelle und Lizenz
- Autorinnen und Autoren
- Christoph Schwarz, Gregor Lindner, Martin Windpessl et al.
- Titel
- Konsensusempfehlungen zur Diagnose und Therapie der Hyponatriämie der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie 2024
- Zeitschrift
- Wiener Klinische Wochenschrift, 2024
- Lizenz
- CC BY 4.0
- Änderungen
- Auszüge im Originalwortlaut, Formatierung angepasst
Volltext abgerufen am 2026-10-27 aus Europe PMC · PMC10904443
Lizenzhinweis der Originalpublikation
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Empfehlungen
Im Originalwortlaut, mit Empfehlungsgrad oder Konsensstärke, soweit angegeben.
Korrekturmodalitäten: Bolus vs. kontinuierliche Gabe
- Wir empfehlen eine Dosis von 2 ml/kgKG mit einem Maximum von 150 ml für die Bolusgabe von NaCl 3 % zur raschen Korrektur einer akuten bzw. symptomatischen, chronischen Hyponatriämie [31]. Sollte das Körpergewicht unbekannt und nicht seriös zu schätzen sein, empfehlen wir eine Dosis von 100 ml NaCl 3 % als Bolusgabe [164].
Zusammenfassung
Die Hyponatriämie ist eine Störung des Wasserhaushaltes. Die Wasserhomöostase wird durch das Zusammenspiel von Nierenfunktion und den zerebralen Strukturen des Durstempfindens und der Produktion des antidiuretischen Hormons aufrechterhalten. Durch die Messung der Serum-Osmolalität, Harn-Osmolalität und Harn- Natriumkonzentration können die meisten Ursachen der Hyponatriämie identifiziert werden. Hyponatriämien führen zu einem Hirnödem und können damit schwere neurologische Symptome verursachen, welche eine akute Therapie benötigen. Aber auch milde Formen der Hyponatriämie bedürfen einer, wenn möglich kausalen, oder zumindest symptomatischen Behandlung. Eine inadäquat rasche Korrektur der Hyponatriämie sollte vermieden werden, da diese das Risiko für ein zerebrale osmotische Demyelinisierung erhöht. Da die Art der Therapie eng mit der Ursache der Hyponatriämie zusammenhängt, ist eine Grundkenntnis der pathophysiologischen Prozesse für eine optimale Behandlung notwendig.
Inhalt der Originalpublikation
Die Kapitelüberschriften des Originals.
- Einleitung
- Definition der Hyponatriämie
- A) Klassifikation der Hyponatriämie
- Epidemiologie
- Physiologie des Wasserhaushaltes
- A) Wie entsteht eine Hyponatriämie?
- B) Altersspezifische physiologische Veränderungen
- C) Geschlechtsspezifische physiologische Unterschiede
- Diagnostische Parameter
- A) Anamnese
- B) Labor
- C) Erhebung des Volumenstatus
- Ätiologien der Hyponatriämie
- Nichthypotone Hyponatriämien
- Hypotone (echte) Hyponatriämien
- Algorithmus zur Differenzialdiagnose
- Frage 1: Besteht eine schwere klinische Symptomatik?
- Frage 2: Wie hoch ist die gemessene Serumosmolalität?
- Frage 3: Wie ist die Harnosmolalität?
- Frage 4: Wie hoch ist die Harn-Natriumkonzentration und wie ist das EZV?
- Frage 5: Wie hoch ist die tägliche Zufuhr an Flüssigkeiten und Osmolyten?
- Limitationen des Algorithmus
- Therapie
- Die Bedeutung der zeitlichen Entwicklung einer Hyponatriämie
- Iso- und hypertone Hyponatriämien
- Akuttherapie bei symptomatischer Hyponatriämie
- Osmotisches Demyelinisierungssyndrom (ODS)
- Therapie spezieller Formen der akuten Hyponatriämie
- Therapie der chronischen und leichtgradig symptomatischen Hyponatriämie
- Umrechnungsfaktoren
- Anhang
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