Implementierung eines nationalen Lungenkarzinom-Screening in Österreich
ÖRG, ÖGP and further Austrian societies · 2026 · Österreich
Quelle und Lizenz
- Autorinnen und Autoren
- Romana Wass, Gerlig Widmann, Herbert Bachler et al.
- Titel
- Implementierung eines nationalen Lungenkarzinom-Screening in Österreich
- Zeitschrift
- Wiener Klinische Wochenschrift, 2026
- Lizenz
- CC BY 4.0
- Änderungen
- Auszüge im Originalwortlaut, Formatierung angepasst
Volltext abgerufen am 2026-10-27 aus Europe PMC · PMC13649897
Lizenzhinweis der Originalpublikation
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Empfehlungen
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Zusammenfassung
Hintergrund: Das Lungenkarzinom ist in Österreich eine der häufigsten Krebstodesursachen und wird häufig erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert. Internationale Studien belegen, dass ein strukturiertes Screening mittels Niedrigdosiscomputertomographie die lungenkrebsbedingte Sterblichkeit senkt und die Diagnose in frühere, kurativ behandelbare Stadien verlagert. Ziel dieses Positionspapiers ist es, eine evidenzbasierte Grundlage für die Einführung eines nationalen Lungenkarzinom-Screening-Programms in Österreich zu schaffen.
Methoden: Grundlage des Positionspapiers waren die verfügbare internationale Evidenz, aktuelle europäische Leitlinien und Empfehlungen sowie österreichische epidemiologische und gesundheitsökonomische Daten. Vertreter:innen der Österreichischen Röntgengesellschaft, der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie, der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin sowie der Österreichischen Gesellschaft für Thoraxchirurgie erarbeiteten gemeinsame Empfehlungen zur Zielpopulation, Organisation, Qualitätssicherung und Implementierung eines nationalen Screening-Programms.
Ergebnisse: Das Positionspapier definiert die Zielpopulation, Ein- und Ausschlusskriterien sowie Anforderungen an Diagnostik, Qualitätssicherung, Organisation und interdisziplinäre Versorgung eines nationalen Screening-Programms. Die beteiligten Fachgesellschaften sprechen sich gemeinsam für die Einführung eines qualitätsgesicherten, risikoadaptierten Lungenkarzinom-Screenings in Österreich aus.
Schlussfolgerung: Die verfügbare Evidenz spricht für die Einführung eines nationalen, qualitätsgesicherten Lungenkarzinom-Screenings in Österreich. Ein nationales Lungenkarzinom-Screening-Programm bietet die Möglichkeit, die Lungenkrebssterblichkeit nachhaltig zu senken, mehr Tumoren in kurativ behandelbaren Stadien zu diagnostizieren und die Versorgung von Hochrisikopersonen in Österreich langfristig zu verbessern. Das vorliegende Positionspapier stellt eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für die gesundheitspolitische Umsetzung eines nationalen Lungenkarzinom-Screenings dar.
Inhalt der Originalpublikation
Die Kapitelüberschriften des Originals.
- Hintergrund und Evidenzlage
- Internationale Leitlinien und EU-Empfehlungen
- Zielgruppe und Einschlusskriterien
- Definition der Hochrisikogruppe
- Wie viele Personen in Österreich könnten von einem Screening profitieren?
- Geschlechtsspezifische Aspekte
- Ausschlusskriterien
- Screening-Methode und diagnostische Abläufe
- Untersuchungsintervall
- Radiologische Befundung
- Interdisziplinärer Patientenpfad
- Organisation und Infrastruktur
- Zertifizierte Screening-Zentren
- Qualitätssicherung
- IT-Infrastruktur
- Verpflichtende Lungenrundherdboards
- Begleitmaßnahmen
- Raucher:innenentwöhnungsprogramme
- Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung
- Fortbildung für Ärzt:innen
- Nutzen-Risiko-Analyse und AIHTA-Review
- Kosteneffektivität eines LDCT-Screenings in Österreich
- Herausforderungen und Limitationen
- Rekrutierung: Einbindung relevanter Partner:innen
- Umgang mit Komorbiditäten und Zusatzbefunden
- Logistische Umsetzung und Ressourcenbedarf
- Sicherstellung der regelmäßigen Teilnahme (Adhärenz)
- Forderungen der Fachgesellschaften
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