Geschlechtsspezifische Aspekte bei Prädiabetes und Diabetes mellitus – klinische Empfehlungen (Update 2026)

ÖDG · 2026 · Österreich

Quelle und Lizenz

Autorinnen und Autoren
Alexandra Kautzky-Willer, Michael Leutner, Heidemarie Abrahamian et al.
Titel
Geschlechtsspezifische Aspekte bei Prädiabetes und Diabetes mellitus – klinische Empfehlungen (Update 2026)
Zeitschrift
Wiener Klinische Wochenschrift, 2026
Lizenz
CC BY 4.0
Änderungen
Auszüge im Originalwortlaut, Formatierung angepasst

Volltext abgerufen am 2026-10-27 aus Europe PMC · PMC13190496

Lizenzhinweis der Originalpublikation

Open Access This article is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License, which permits use, sharing, adaptation, distribution and reproduction in any medium or format, as long as you give appropriate credit to the original author(s) and the source, provide a link to the Creative Commons licence, and indicate if changes were made. The images or other third party material in this article are included in the article's Creative Commons licence, unless indicated otherwise in a credit line to the material. If material is not included in the article's Creative Commons licence and your intended use is not permitted by statutory regulation or exceeds the permitted use, you will need to obtain permission directly from the copyright holder. To view a copy of this licence, visit http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/.

Diese Seite gibt Auszüge der Originalpublikation wieder; maßgeblich ist das Original. Sie ist nicht ärztlich geprüft, gibt keine Empfehlung von Medelix wieder und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Leitlinie kann inzwischen aktualisiert worden sein.

Originalpublikation öffnen →Volltext bei Europe PMC

Empfehlungen

In dieser Publikation haben wir keine eindeutig gekennzeichneten Empfehlungen gefunden; die Empfehlungen stehen im Fließtext des Originals.

Zusammenfassung

Im klinischen Alltag sind die behandelnden Ärzt:innen mit den unterschiedlichen Bedürfnissen von Männern und Frauen konfrontiert, die in den verschiedenen Lebensabschnitten stark variieren. Geschlechtsspezifische Unterschiede beeinflussen die Pathophysiologie, das Screening und die Diagnose von Diabetes sowie Behandlungsstrategien und die Entwicklung von Komplikationen und die Mortalitätsraten. Veränderungen im Glukose- und Lipidstoffwechsel, die Regulation von Energiehaushalt und Körperfettverteilung sowie Diabetes-assoziierte Begleiterkrankungen werden stark von Steroid- und Sexualhormonen, aber auch von Lebensstil, Umweltfaktoren, Einkommen und psychosozialen Faktoren beeinflusst. Männer weisen im jüngeren Alter und bei niedrigerem BMI ein höheres Risiko für Typ-2-Diabetes (T2DM) auf als Frauen, die wiederum bei Diagnose einen höheren BMI und öfter Hypertonie aufweisen und von einem starken Anstieg im Risiko für kardiometabolische Erkrankungen nach der Menopause betroffen sind. Frauen dürften durch Diabetes auch etwas mehr Lebensjahre verlieren als Männer, wobei die höhere Mortalität hauptsächlich auf vaskuläre Komplikationen zurückgeführt werden kann. Bei Männern mit Diabetes scheint dafür der Mortalitätsanstieg durch Krebs gewichtiger als bei Frauen zu sein. Beide Geschlechter profitieren von Präventionsprogrammen mit einer Risikoreduktion für T2DM. Frauen weisen öfter eine gestörte Glukosetoleranz, Männer hingegen erhöhte Nüchternblutzuckerspiegel auf. Höhere Androgenspiegel sowie ein früherer GDM sind bei Frauen wichtige Risikofaktoren, eine erektile Dysfunktion bzw. niedrige Testosteronwerte bei Männern. Frauen erreichen in der Therapie weniger oft die Zielwerte für HbA1c, LDL-Cholesterin oder Blutdruck. In der medikamentösen Behandlung sollen geschlechtsspezifische Unterschiede in der Wirkung, Pharmakokinetik und in den Nebenwirkungen mehr Beachtung finden und individuelle Zielwerte bei Männern und Frauen erreicht werden.

Inhalt der Originalpublikation

Die Kapitelüberschriften des Originals.

  • Grundsatz-Statement
  • Epidemiologie
  • Klassifikation und Diagnose
  • Metabolisches Syndrom
  • Sexualität
  • Lebensstil und Prävention
  • Krankheitsbewältigung
  • Orale Antidiabetika, GLP-1-Rezeptoragonisten und Insulin
  • Multifaktorielles Risikomanagement
  • Thrombozytenaggregationshemmer
  • Komplikationen und Komorbiditäten
  • Makrovaskuläre Komplikationen
  • Mikrovaskuläre Komplikationen
  • Tumoren
  • Osteoporose
  • Depressionen
  • Zusammenfassung

Eine Frage zu dieser Leitlinie?

Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien und Studien – jede Aussage mit Quelle.

Du bist Rechteinhaberin oder Rechteinhaber und mit dieser Wiedergabe nicht einverstanden? Schreib uns an contact@medelix.ai – wir nehmen die Seite umgehend offline. Impressum