Evaluation und klinisches Management von interstitiellen Lungenanomalien

ÖGP · 2026 · Österreich

Quelle und Lizenz

Autorinnen und Autoren
Tjaša Kamenski-Rathmanner, Georg Sterniste, David Lang et al.
Titel
Evaluation und klinisches Management von interstitiellen Lungenanomalien
Zeitschrift
Wiener Klinische Wochenschrift, 2026
Lizenz
CC BY 4.0
Änderungen
Auszüge im Originalwortlaut, Formatierung angepasst

Volltext abgerufen am 2026-10-27 aus Europe PMC · PMC12872732

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Zusammenfassung

Interstitielle Lungenanomalien (ILA) sind in der Computertomographie (CT) detektierte Befunde, die potenziell frühe Stadien interstitieller Lungenerkrankungen (ILD) widerspiegeln. Ihre Prävalenz variiert zwischen 3 und 10 % in der Allgemeinbevölkerung mit höheren Raten bei älteren Personen und RaucherInnen. ILA umfassen bilaterale und nicht-hypostasebedingte Milchglasveränderungen, retikuläre Anomalien, Traktionsbronchiektasien, Architekturstörungen und Honeycombing und betreffen mehr als 5 % einer Lungenzone. Das Progressionsrisiko zu ILD liegt je nach Subtyp und Risikofaktoren zwischen 20 und 80 %. Klinische Progressions- und Risikofaktoren sind Alter, Nikotinexposition, inhalative Noxen, thoraxchirurgische Eingriffe, pneumotoxische Therapien und abnorme Lungenfunktionsparameter. Radiologisch erhöhen fibrotische ILA mit subpleuraler und basaler Prädominanz sowie eine größere Ausdehnung das Progressionsrisiko signifikant. Das klinische Management basiert auf einer strukturierten Abklärung inklusive hochauflösender CT, Lungenfunktionsdiagnostik und Risikostratifizierung. Bei fehlenden Zeichen einer manifesten ILD empfiehlt sich ein individuelles Follow-up-Intervall von 6 bis 36 Monaten, abhängig vom Risikoprofil. Dieses Positionspapier formuliert praxisnahe Empfehlungen zum Umgang mit ILA und orientiert sich an aktuellen internationalen Leitlinien unter Berücksichtigung neuer Evidenz zu genetischen Risikofaktoren, progressionsassoziierten Bildgebungsmerkmalen und klinischen Prädiktoren. Ziel ist eine frühzeitige Identifikation von HochrisikopatientInnen und Vermeidung unnötiger diagnostischer oder therapeutischer Maßnahmen.

Inhalt der Originalpublikation

Die Kapitelüberschriften des Originals.

  • Definition und Prävalenz
  • Risikofaktoren für das Auftreten von interstitiellen Lungenanomalien
  • Progressionsfaktoren
  • Klinisches Management von ILA
  • Vorliegen einer ILA
  • Komplettierung der CT
  • Vorliegen von manifesten Fibrosezeichen
  • Weitere Abklärung
  • Follow-up
  • Lungenkrebsscreening
  • Familiäre Fibrose
  • Diskussion – CTD-ILD
  • Conclusio

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