Diabetes mellitus im Kindes- und Jugendalter (Update 2026)

ÖDG · 2026 · Österreich

Quelle und Lizenz

Autorinnen und Autoren
Birgit Rami-Merhar, Elke Fröhlich-Reiterer, Sabine E. Hofer et al.
Titel
Diabetes mellitus im Kindes- und Jugendalter (Update 2026)
Zeitschrift
Wiener Klinische Wochenschrift, 2026
Lizenz
CC BY 4.0
Änderungen
Auszüge im Originalwortlaut, Formatierung angepasst

Volltext abgerufen am 2026-10-27 aus Europe PMC · PMC13190520

Lizenzhinweis der Originalpublikation

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Zusammenfassung

Im Kindes- und Jugendalter ist in Österreich, im Gegensatz zum Erwachsenenalter, der Diabetes mellitus Typ 1 (T1D) die am häufigsten auftretende Form des Diabetes mellitus (94,2 %). Nach der Diagnosestellung sollte die Betreuung der Kinder und Jugendlichen in einem pädiatrischen Zentrum mit viel Erfahrung in pädiatrischer Diabetologie erfolgen. Eine lebenslange Insulintherapie ist notwendig, wobei diese individuell an das Alter und den Alltag der Familie angepasst werden soll. In diesem Alter wird ausdrücklich die Verwendung von Diabetestechnologie (kontinuierliche Sensorglukosemessung, Insulinpumpentherapie und automatisierte Insulindosierung [AID]) empfohlen. Eine möglichst optimale metabolische Einstellung ab Therapiebeginn verbessert die Langzeitprognose der jungen Menschen mit Diabetes. Ein wesentlicher Teil in der Betreuung ist die Schulung von jungen Menschen mit Diabetes und deren Erziehungsberechtigten von einem entsprechend ausgebildeten multidisziplinären Team, bestehend aus pädiatrischen DiabetologInnen, DiabetesberaterInnen, DiätologInnen, PsychologInnen und SozialarbeiterInnen. Die APEDÖ (Arbeitsgruppe für pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie Österreich) und die ISPAD (International Society for Pediatric and Adolescent Diabetes) empfehlen als metabolisches Ziel für alle pädiatrischen Altersgruppen einen HbA1c-Wert ≤ 7,0 % (IFCC ≤ 53 mmol/mol) bzw. ≤ 6,5 rel % (IFCC ≤ 48 mmol/mol) bei Verwendung von fortgeschrittener Diabetestechnologie wie AID mit einer „time in range“ (TIR) > 70 % ohne schwere Hypoglykämien. Eine altersentsprechend normale körperliche, kognitive und psychosoziale Entwicklung sowie die Vermeidung von Akutkomplikationen (schwere Hypoglykämien, diabetische Ketoazidose), das Screening auf assoziierte Erkrankungen und die Prävention von diabetesbedingten Spätkomplikationen zum Erhalt einer hohen Lebensqualität sind die Ziele der pädiatrischen Diabetestherapie.

Inhalt der Originalpublikation

Die Kapitelüberschriften des Originals.

  • Definition
  • Klassifikation
  • Epidemiologie
  • Klinische Symptome
  • Diagnosekriterien für einen Diabetes mellitus
  • Stadien des Diabetes mellitus Typ 1 [7]
  • „At risk“
  • Stadium 1
  • Stadium 2
  • Stadium 3
  • Therapie und Ziele
  • Ziele
  • Kontinuierliche Behandlung bei Typ-1-Diabetes mellitus Stadium 3
  • Insulintherapie
  • Glukosemessung
  • Therapie bei Diabetes mellitus Typ 2 (T2D)
  • Ernährung
  • Schulung
  • Psychologische Betreuung
  • Akute Komplikationen
  • Langzeitkomplikationen und empfohlene Screeninguntersuchungen
  • Assoziierte Erkrankungen
  • Transition

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