Allgemeine Empfehlungen für die Behandlung glomerulärer Erkrankungen – 2023

AT-Konsensus · 2023 · Österreich

Quelle und Lizenz

Autorinnen und Autoren
Martin Windpessl, Philipp Gauckler, Emanuel Zitt et al.
Titel
Allgemeine Empfehlungen für die Behandlung glomerulärer Erkrankungen – 2023
Zeitschrift
Wiener Klinische Wochenschrift, 2023
Lizenz
CC BY 4.0
Änderungen
Auszüge im Originalwortlaut, Formatierung angepasst

Volltext abgerufen am 2026-10-27 aus Europe PMC · PMC10511582

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Empfehlungen

Im Originalwortlaut, mit Empfehlungsgrad oder Konsensstärke, soweit angegeben.

Prophylaxe gegen Pneumocystis jirovecii Pneumonie

  • T/S sollte in der Induktionsphase gegeben werden; weniger Evidenz während der Erhaltungsphase T/S reduziert die Frequenz von schweren Infekten (im Gegensatz zu anderen prophylaktischen Maßnahmen, z. B. Dapson, Atovaquon) Unklar: optimale Dosis (480 mg oder 960 mg 3‑mal wöchentlich)
  • T/S kann während der Induktionsphase gegeben werden, vor allem bei multimorbiden Patienten Unklar: Evidenz, Nebenwirkungsprofil beachten
  • T/S kann während der Gabe von Immunsuppressiva (wie z. B. Rituximab) oder länger-andauernde Episoden einer Hochdosis Steroidtherapie gegeben werden Unklar: Evidenz, Nebenwirkungsprofil beachten

Zusammenfassung

Glomeruläre Erkrankungen sind mit extrarenalen Komplikationen vergesellschaftet, etwa mit thromboembolischen Ereignissen, einem erhöhten kardiovaskulären Risiko und insbesondere einer deutlich erhöhten Neigung zu Infektionen. Daher ist eine genaue Kenntnis der verschiedenen Immunsuppressiva und ihrer typischen Nebenwirkungsprofile von großer Bedeutung. Während Nephrolog:innen mit Calcineurin-Inhibitoren und Antimetaboliten üblicherweise aus der Transplantationsmedizin viel Erfahrung aufweisen, kommen zwei für die Therapie immunmediierter Nierenerkrankungen relevante Wirkstoffe (Rituximab, in schwerwiegenden Fällen auch Cyclophosphamid) vergleichsweise selten zur Anwendung und werden hier vertiefend besprochen. Außerdem werden praxisgerechte Empfehlungen zur Thromboseprophylaxe beim nephrotischen Syndrom sowie zur Vorbeugung einer wichtigen opportunistischen Infektion, der Pneumocystis jirovecii Pneumonie, gegeben.

Inhalt der Originalpublikation

Die Kapitelüberschriften des Originals.

  • Einleitung
  • Thromboseprophylaxe bei nephrotischem Syndrom
  • Prophylaktische Antikoagulation
  • Prophylaxe gegen Pneumocystis jirovecii Pneumonie
  • Rituximab (RTX) und andere anti-CD20-Antikörper
  • SOP Rituximab
  • Cyclophosphamid

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