zervikale intraepitheliale Neoplasie (CIN)
Gynäkologie
Auch bekannt als: cervical intraepithelial neoplasia (CIN) · servikal intraepitelyal neoplazi (CIN)
Worum es geht
Die zervikale intraepitheliale Neoplasie (CIN) ist die histologische Graduierung präkanzeröser Veränderungen des Plattenepithels der Cervix uteri, verursacht durch eine persistierende Infektion mit Hochrisiko-Typen des humanen Papillomvirus (HPV); sie ist kein Karzinom.
Einteilung
| Kategorie | Beschreibung |
|---|---|
| CIN 1 | abnorme (dysplastische) Zellen im unteren Drittel des Epithels (leichte Dysplasie). |
| CIN 2 | abnorme Zellen bis in die unteren zwei Drittel (mäßige Dysplasie). |
| CIN 3 | abnorme Zellen in mehr als zwei Dritteln bis zur gesamten Epitheldicke (schwere Dysplasie, schließt das Carcinoma in situ ein). |
| Zweistufige Terminologie (LAST-Projekt, auch von der WHO verwendet) | niedriggradige squamöse intraepitheliale Läsion (LSIL) = CIN 1; hochgradige squamöse intraepitheliale Läsion (HSIL) = CIN 2 und CIN 3. |
| p16-Regel (LAST) | wenn die H&E-Morphologie einer CIN 2 entspricht (oder die Differenzialdiagnose hochgradige Läsion versus imitierende Veränderung (Mimic) lautet), wird zur Entscheidung eine p16-Immunfärbung eingesetzt: eine starke, diffuse blockartige p16-Positivität spricht für HSIL; eine negative oder nicht blockartige (fleckförmige) Färbung spricht eher für LSIL (oder eine nicht HPV-assoziierte Veränderung). Der morphologische Grad kann in Klammern ergänzt werden, z. B. HSIL (CIN 2). |
Quelle
The Lower Anogenital Squamous Terminology Standardization Project for HPV-associated lesions
Arch Pathol Lab Med 2012;136:1266–1297 (Darragh TM et al.)
PMID: 22742517
- Fassung
- LAST-Projekt 2012 / WHO
- Stand
Zusammenfassung der veröffentlichten Klassifikation in eigenen Worten. Kein Ersatz für die Originalpublikation.
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